24 Mai 2015

[Gelesen] Magonia von Maria Dahvana Headley

Klappentext & Infos zum Buch

EINZELBAND - ORIGINALAUSGABE - HARPER (APRIL 2015)- 320 SEITEN

"Aza Ray Boyle is drowning in thin air. Since she was a baby, Aza has suffered from a mysterious lung disease that makes it ever harder for her to breathe, to speak—to live. So when Aza catches a glimpse of a ship in the sky, her family chalks it up to a cruel side effect of her medication. But Aza doesn't think this is a hallucination. She can hear someone on the ship calling her name.

Only her best friend, Jason, listens. Jason, who's always been there. Jason, for whom she might have more-than-friendly feelings. But before Aza can consider that thrilling idea, something goes terribly wrong. Aza is lost to our world—and found, by another. Magonia. 

Above the clouds, in a land of trading ships, Aza is not the weak and dying thing she was. In Magonia, she can breathe for the first time. Better, she has immense power—but as she navigates her new life, she discovers that war between Magonia and Earth is coming. In Aza's hands lies fate of the whole of humanity—including the boy who loves her. Where do her loyalties lie?" QUELLE VON COVER UND KLAPPENTEXT


Meine Meinung


Magonia ist immer wieder rauf auf meine Wunschliste, dann wieder runter, dann wieder rauf, wieder runter... und immer so weiter. Magonia klang nämlich nach einem total abgedrehten Buch und ich konnte nicht genau einschätzen, ob es mir wirklich gefallen würde. Als ich es dann aber im Buchladen zufällig habe stehen sehen und es mich mit seinem wunderschönen Cover angestrahlt hat, musste ich es einfach spontan mitnehmen. 

Zuerst einmal ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil viel lockerer ist, als ich das erwartet hätte. Ava, die mit einer schlimmen "Krankheit" durch das Leben gehen muss, entgegnet dem mit einer gehörigen Portion Humor und Sarkasmus. Ich hatte etwas ganz anderes erwartete. Dahingehend konnte das Buch mich also wirklich überraschen. 

Zu Anfang liest sich Magonia wie ein John Green Buch. Ava und der etwas intovertierte und leicht nerdige beste Freund Jason sind ein tolles Gespann, die durch dick und dünn gehen und beide ihre ganz besonderen Eigenarten haben. 0815 Charaktere sucht man in diesem Buch vergeblich.

Dann nimmt das Ganze eine Wende und auf einmal liest es sich eher wie ein Buch von Kai Meyer. Wenn ihr seine Bücher kennt, dann wisst ihr, dass er meist fernab der gängigen Trends und Klischees schreibt und Welten erschafft, die wirklich einmalig sind. Immer mal wieder muten sie recht abgedreht an, können aber doch begeistern. Magonia ist so ein ähnlicher Fall. Die Idee dahinter ist etwas wirklich Neues und wirkt deswegen vielleicht etwas befremdlich. Zumindest mir ging es so. 

Die Menschen, die in den fliegenden Schiffen von Magonia leben, sind nicht ganz... normal. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich glaube es ist okay wenn ich sage, dass es etwas mit Vögeln zu tun hat... Und ja, die Autorin hat sich da wirklich viele Details einfallen lassen, die diese Welt von Magonia formt. Allerdings blieben auch einige Sachen im Dunklen bzw. waren sie nicht so greifbar und das fand ich etwas schade. Es geht bspw. viel um Gesang und Töne, was ich in einem Buch immer schwierig finde, weil es einfach nicht so gut vorstellbar rüberkommt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass das Buch auch manchmal von Dingen lebte, die eben nicht gesagt wurden und diese Eigenschaft muss man mögen. 

Ava und Jason, aus deren beider Sicht das Buch geschrieben wird, haben mir als Charaktere wirklich gut gefallen. Der Rest konnte mich leider nicht so begeistern, da ich sie ziemlich unnahbar fand. Aber so ist eigentlich ganz Magonia und daher ist es nicht verwunderlich. 

Vielleicht merkt ihr, wie ich mich hier abhadere, um eine einigermaßen gescheite Rezension zu schreiben. Aber Magonia zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten ist echt schwierig. Ich glaube es ist besser, wenn man nur so grob ahnt was kommt, damit man sich vom Rest überraschen und in Staunen versetzen lassen kann. Für mich war es einfach nicht die perfekte Mischung und ich vergebe 3 Pancakes an Magonia. Ich habe zwischen 3 und 4 geschwankt, aber da ich das Ende etwas zu kurz fand, habe ich mich dann doch für 3 entschieden. Ich kann sowohl die Leute verstehen, denen das Buch super gut gefallen hat, als auch die, für die es eine Nummer zu komisch war.

Magonia ist nicht nur eine Geschichte, es ist auch eine ganz eigene Lese-Erfahrung.


 Englisch - Pancake


Ich gebe Magonia den Fortgeschrittenen-Pancake. An sich hat das Buch einen Recht einfachen Schreibstil, vielleicht ab und an mal etwas gehoben, aber ansonsten ist es gut zu verstehen. Lediglich die Magonia-Eigenen Begriffe muss man dazulernen und sich merken.

Kommentare:

  1. Huhu Lisa :)
    Dieses Buch hat mich gestern in der Buchhandlung angebettelt, es mitzunehmen. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, es zu kaufen, aber das Cover ist sooo schön! Und deine Rezi hört sich ja schonmal nicht so schlimm an :) Bin gespannt, wie mir das Buch gefällt (Kai Meyer konnte mich bisher noch nie so ganz überzeugen...).
    Liebe Grüße,
    Stefanie

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    1. Das Cover ist wirklich toll! In echt noch mal mehr als digital :D ! Ich bin gespannt wie es dir gefällt. Berichte mir doch dann mal davon :)

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  2. Huhu :)

    Ich hab den Roman noch gar nicht gesehen, aber als dein Blog gerade in meinem bloglovin-Feed auftauchte, fand ich das spannend wirklich gut! Da mich Kai Meyer eigentlich schon das ein oder andere Mal überzeugen konnte, setze ich es vielleicht auch noch auf meinen Wunschzettel ;)

    Liebe Grüße,
    Marie

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    1. Dann hoffe ich, dass es dir gefällt, wenn du es noch lesen solltest :) !

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  3. Hallo Lisa,
    Danke für den Einblick ins Buch. Mir geht es ähnlich - rauf auf SuB, wieder runter, wieder rauf. Und obwohl Du nicht ganz überzeugt vom Buch warst, werde ich mich im kommenden Urlaub dann doch mal ranwagen ;-) Deine Beschreibung macht mich in jedem Fall sehr neugierig!!

    Danke & noch einen schönen Restsonntag
    Kati

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    1. Ich wünsche dir viel Spaß damit, wenn du es liest. Man sollte diese Geschichte unbedingt mal selbst ausproniert haben!

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  4. Hallo Lisa,
    das Foto, welches du von Buch geschossen hast, ist wirklich wunderschön! Und auch ich hätte das Buch wegen des Covers wohl mitgenommen ;) So, wie du den Inhalt beschreibst, hört es sich für mich so an, als hätte sich die Autorin in der Mitte des Buches dazu entschieden, aus einem Jugendbuch eine Fantasygeschichte zu schreiben. Das habe ich schon einmal erlebt - allerdings in einer Buchreihe. Jede Geschichte ist in sich schlüssig, es scheint aber nicht wirklich zusammenpassen zu wollen.
    Es kommt mir persönlich seltsam vor, dass zunächst die Protagonistin in ihrem Alltag und mit ihrer schweren Krankheit beschrieben wird und dann plötzlich verlagert sich die Geschichte in eine Fantasywelt.
    Spielt denn ihre Krankheit später noch eine Rolle?

    Liebe Grüße,
    Dani

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    1. Na, so ganz ist es nicht. Deswegen ist "Krankheit" auch in Gänsefüsschen gesetzt. Es stellt sich dann raus, dass diese etwas mit dem Rest zu tun hat ;)

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Hallöchen :)

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