13 November 2012

Rezension: Cryer's Cross

Cryer's Cross

Lisa McMann

Verlag: Baumhaus (Oktober 2012)
Seiten: 220
Preis: 12,99€ (HC)
Einzelband
Originaltitel: Cryer's Cross
Wertung: ❤❤❤
WILL ICH HABEN

KLAPPENTEXT                                                                                                                                      

In Cryer’s Cross gehen seltsame Dinge vor sich. Erst verschwindet die Schülerin Tiffany spurlos und kurz darauf ist auch der 17-jährige Nico wie vom Erdboden verschluckt. Kendall, 16, ohnehin labil wegen ihrer Zwangsneurose, kann den Verlust ihres besten Freundes nicht verkraften. Voller Sorge begibt sie sich auf Spurensuche und entdeckt eine Verbindung zwischen Tiffany und Nico. Hat das etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Und woher kommt die Stimme, die sie um Hilfe anfleht? Kendall glaubt, den Verstand zu verlieren, doch sie muss alles tun, um ihren Freund zu finden. Dabei gerät sie immer tiefer in das Geheimnis von Cryer’s Cross und schwebt bald selbst in höchster Gefahr … QUELLE VON COVER UND KLAPPENTEXT


MEINE MEINUNG                                                                                                                                    

An Cryer's Cross hatte ich keine Erwartungen, als ich angefangen habe es zu lesen. Ich habe es bei Shou gewonnen und als es bei mir eingetrudelt ist, wollte ich eigentlich nur mal kurz reinschnuppern - ehe ich mich versah, war ich dann auch schon auf Seite 60 und schlichtweg begeistert.

Der Schreibstil ist zu Beginn recht gewöhnungsbedürftig. Die Protagonistin Kendall, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, leidet unter Zwangsneurosen und dementsprechend anstrengend und ab und an auch unverständlich sind manchmal ihre Gedanken. Sie muss zum Beispiel immer 6 mal die Fenster überprüfen, bevor sie sich schlafen legen kann. Die Sprache im Buch ist recht einfach gestrickt. Dennoch hat mich das Buch gepackt und ich konnte es kaum aus der Hand legen, nachdem ich damit angefangen hatte. Zwischen den Kapiteln gibt es ein paar Sätze, die von jemand anderem "gesprochen" werden. Was es mit diesen kurzen Passagen auf sich hat bleibt lange ein Rätsel. Sie sind düster, beunruhigend und sehr mysteriös. Ich war so so so gespannt darauf, was es damit auf sich hat und wie es mit dem Verschwinden der beiden Jugendlichen zusammenhängt. 

Ich habe gelesen und gelesen und gelesen... und musste dann feststellen, dass die noch übrigen Seiten immer weniger wurden, ich aber des Rätsels Lösung nicht wirklich näher kam. Nach Nicos Verschwinden kommt zwar Spannung auf, aber diese verliert sich doch schnell wieder, weil es dann hauptsächlich um Kendall und ihre Beziehung zu einem Jungen aus Cryer's Cross geht. Gut, Beziehung ist übertrieben, aber die beiden kommen sich näher. Kendalls Tagesablauf ist durch Nicos Verschwinden gestört, was wegen ihrer Zwangsneurosen besonders schlimm ist. Durch den anderen Jungen kommt wieder etwas Normalität in ihren Alltag und genau diese Entwicklung bekommt man als Leser Schritt für Schritt mit.

Ja, ich wurde etwas ungeduldig. Doch dann taucht sie auf; die Stimme, die Kendall um Hilfe anfleht und die auch schon im Klappentext angekündigt wurde. Es hat etwas mit dem Tisch zu tun, den man auch auf dem Cover sieht. Anfangs fand ich diese Idee genial und ich hatte mir auch schon eine Theorie zusammengebastelt: Doch dann spricht Kendall eben diese Theorie aus, verwirft sie aber schnell wieder und mir wurde klar: So einfach ist es dann wohl doch nicht. 

Das Ende ist überraschend und auch etwas "strange". Cryer's Cross schweift in den letzten Kapiteln nämlich ins Paranormale ab, wobei es sich nur immateriell "zeigt" und nicht in Form von komischen Kreaturen. Da ich nicht erwartet hatte, dass das Buch in diese Richtung geht, sondern es bis dahin für ein durchaus "reales" Buch gehalten habe, fand ich diese Entwicklung doch etwas unpassend. Die Erklärung ist kurz, wodurch sie vielleicht auch nicht so überzeugend wirkt. Es wird zum Ende hin noch einmal sehr emotional und die Geschichten die ans Licht kommen, würde ich keinem als Gute-Nacht-Geschichten vorlesen... Alpträume garantiert. Mir war jedenfalls viel zu schnell Schluss und mit einer anderen Erklärung hätte ich auch leben können.

FAZIT                                                                                                                                                       


Was sagt man zu einem Buch, das so kurz ist und dessen Knackpunkt man nicht verraten darf?
Cryer's Cross hat mich wirklich überrascht mit seiner düsteren Atmosphäre, dem ungewöhnlichen Schreibstil und der gänsehaumachenden Spannung. Bis kurz vor Schluss hätte das Buch noch 4 Pancakes bekommen, das Ende war dann aber doch etwas unpassend und hat mir nicht so gut gefallen. Daher gibt es "nur" 3 Pancakes.

 


Kommentare:

  1. schade dass der Schluss nicht so arg zufriedenstellend ist .-.
    Klang sonst extremst gut <3

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    1. Bis auf das Ende war das Buch auch wirklich gut. Mal was anderes. Vielleicht solltest du es trotzdem mal probieren? Vielleicht liegt dir das Ende ja :)

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  2. Ich werde es auf jeden Fall probieren. Das Cover gefällt mir schon sehr!
    Danke für die tolle Rezension!! :)

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  3. Ich mag Lisa McManns Schreibstil total gern, ihre Dream Catcher Trilogie ist auch so geschrieben. Ich finde das sehr abwechslungsreich und es gibt nicht so viel unnötiges Blabla.

    Den Schluss des Buches fand ich aber, glaube ich, auch ein bisschen zu abgefahren und unbefriedigend. Außerdem ging echt alles ganz schön schnell, da fand ich Candalls "normales" Leben davor interessanter, v.a. ihre Zwangsneurosen, die ich so wie es beschrieben wurde echt gut nachvollziehen konnte.

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  4. Das Buch mit den Tischen xD Nein, das werde ich nie lesen, dafür fand Tanja es zu schlecht und du klingst auch nicht sooo begeistert xD Aber die Rezension war trotzdem wie immer hilfreich ♥

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Hallöchen :)

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