30 August 2012

Rezension "Das Erbe der Schatten"

Das Erbe der Schatten

Anna Lena Valera

Verlag: CreateSpace IPP (August 2012)
Seiten:  238
Preis: 6,50€ (TB)
Band 1 von ?
Wertung: ♥♥♥
Danke an Anna Lena Valera für das Rezensionsexemplar!

Klappentext                                                                                                                                          

Gegen den Willen ihrer Eltern macht sich Emily auf den Weg nach Oxford, um dort Geschichte zu studieren. Kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf David, der sie trotz seiner Unnahbarkeit sofort in seinen Bann zieht. Schnell muss sie jedoch lernen, dass David auch eine dunkle Seite hat und vieles vor ihr verbirgt. Der Kampf gegen die Schatten der Vergangenheit nimmt seinen Lauf ...

Meine Meinung                                                                                                                                    

Achtung aufgepasst!  Auch wenn Cover und Klappentext es vermuten lassen: Das Erbe der Schatten ist Vampir-frei! Die einen mag das freuen, die anderen enttäuschen, ich zähle mich aber zu der ersten Gruppe. Nach dem letzten Vampir-Flop war ich wirklich froh darüber, dass in diesem Buch keine Blutsauger auftauchen. 

Die Idee, die hinter Das Erbe der Schatten steckt, ist nicht bahnbrechend neu, erfüllt ein paar Klischees (wie beispielsweise dem unnahbarem aber unglaublich gutaussenden Bad-Boy und ein Liebesdreieck) hat in mir aber dennoch kein „Nicht schon wieder!“-Gefühl ausgelöst. Im Gegenteil.  Ich war von der Idee begeistert, von den Fähigkeiten, die Emily entwickelt und von der sehr mysteriösen Anziehung zwischen ihr und David. 

Emily war mir mit ihrer lockeren Art recht sympathisch und ihre Gefühle auf dem Flug nach Oxford konnte ich nur allzu gut nachempfinden.  (Fliegen ist so furchtbar!) Ich war gespannt darauf, wie Oxford ist, wie sie mit ihrem neuen Leben dort klar kommt und natürlich darauf, was für Geheimnisse wohl aufgedeckt werden. Man bekommt immer wieder kleine Hinweise, und an diesen hangelt man sich dann entlang, bis sich so langsam die Spannung aufbaut, die dann immer stärker wird und am  Ende ihren Höhepunkt findet.

Mit David als Charakter konnte ich nicht so viel anfangen. Man erfährt einfach kaum etwas über ihn, wodurch es für mich schwierig war, mich mit ihm anzufreunden. Für mich leben Charaktere in Büchern erst durch kleine Details auf, sei es nur die Lieblingsfarbe, ein Hobby oder so etwas. David war für mich aber lediglich ein weißes Blatt und ich wusste bis zum Schluss nicht, was ich von ihm halten soll. Trotzdem hatte die Beziehung zwischen ihm und Emily etwas, dem ich mich nicht entziehen konnte, so wie es auch den beiden Protagonisten auch selbst ergeht. 

Gemeinsam mit Emily entdeckt man ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und die Gefahr, die sie bergen. Schnell wird klar, dass Emily aufpassen muss, wenn sie sich nicht in Gefahr begeben will. Wenn ihre Fähigkeiten in die falschen Hände gelangen… nun ja, das könnt ihr euch sicher denken. So beginnt ein kleines, spannendes Abenteuer, bei dem ich sehr gerne dabei war.

Also  fassen wir einmal zusammen: Eine angenehme Protagonistin, ein nicht ganz so durchschaubarer junger Mann, eine spannende Handlung und eine Interessante Idee, was die Fähigkeiten Emilys angeht. Das alles finde ich wirklich gut, aber einen Kritikpunkt habe ich dennoch und der betrifft auch einen Aspekt, der mir eigentlich zugesagt hat:  Das Geheimnis um David und die Fähigkeiten Emilys. Dass es „paranormale“ Fähigkeiten sind, brauche ich nicht extra zu erwähnen, aber mehr darf ich auch nicht sagen, sonst verderbe ich euch noch den Spaß.

Was mir bei der ganzen Sache gefehlt hat, war der „Aha-Moment“. Sicherlich kennt ihr das: Es dreht sich die ganze Zeit alles um ein bestimmtes Geheimnis, man schleicht darum herum, findet keine Antwort… und dann auf einmal setzen sich die Puzzleteile zusammen und alles macht einen Sinn.  Sei es, weil ein Charakter im Buch den „Erklärbär“ spielt, oder ein verschollen geglaubtes Tagebuch, in dem wichtige Erkenntnisse festgehalten wurden, auftaucht und der Protagonist darin liest. 

In Das Erbe der Schatten gab es für meinen Geschmack zu wenige Erklärungen. Natürlich habe ich die Grundzüge verstanden und konnte die Personenkonstellationen nachvollziehen, aber einige Fragen wurden meiner Meinung nach nicht zufriedenstellend beantwortet. Warum gibt es diese Fähigkeiten? Wo kommen sie her? Was hat es damit auf sich? Natürlich gibt es Erklärungen, aber diese haben bei mir eben nicht den gewünschten „Aha-Effekt“ gehabt. Das mag vielleicht nur mir so gehen, aber es ist doch ein Aspekt, der mich gestört hat.

Der Schreibstil im Buch ist einfach und flüssig zu lesen. An der einen oder anderen Stelle stolpert man vielleicht mal über eine unpassende Formulierung, aber das hat mich nicht weiter gestört. Ich fand es beim Lesen wirklich angenehm.

Fazit                                                                                                                                                   

Das Erbe der Schatten hat mir gut gefallen, es hätte aber noch viel besser sein können! Die Idee ist wirklich super, meiner Meinung nach hapert es aber noch ein wenig an den Erklärungen. Ich liebe es, seitenweise mit Erklärungen zugetextet zu werden, ich kann aber auch verstehen, wenn man anderer Ansicht ist und deswegen kann ich allen, denen es nicht so geht wie mir, das Buch empfehlen!  Ich hoffe jetzt einfach mal darauf, dass im Folgeband noch einige Fragezeichen in meinem Kopf ausgelöscht werden und der „Aha-Moment“ noch einsetzt.

3 gute Pancakes für Das Erbe der Schatten!




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