05 März 2012

Rezension zu "The Pledge"


The Pledge

Kimberly Derting 

Verlag: Margaret K. McElderry Books (Nov.2011)
Seiten:  336
Preis:  12,60 € (HC)
Band 1 von 3 (The Pledge)
Deutscher Titel: Dark Queen
Wertung: ♥♥♥

Inhaltsangabe

In the violent country of Ludania, the language you speak determines what class you are, and there are harsh punishments if you forget your place—looking a member of a higher class in the eye can result in immediate execution. Seventeen-year-old Charlaina (Charlie for short) can understand all languages, a dangerous ability she’s been hiding her whole life. Her only place of release is the drug-filled underground club scene, where people go to shake off the oppressive rules of the world they live in. There, she meets a beautiful and mysterious boy who speaks a language she’s never heard, and her secret is almost exposed. Through a series of violent upheavals, it becomes clear that Charlie herself is the key to forcing out the oppressive power structure of her kingdom….

 ♥♥♥

The Pledge hat mich leider etwas enttäuscht. Die Idee, die hinter The Pledge steckt, ist wirklich toll, aber leider nicht ganz so gut umgesetzt. Die ersten paar Kapitel sind sehr interessant und der Schreibstil der Autorin ist wirklich klasse! 

Man lernt Charlie, ihre besondere Begabung, ihre Familie und die Stadt kennen, in der Charlie lebt.  Die Einführung in die Geschichte ist wirklich toll und man wartet gespannt darauf,  was noch alles passieren wird, was dann im Endeffekt nicht wirklich viel und auch nicht wirklich spannend ist, sondern eher sehr vorhersehbar. 

Fangen wir aber zunächst mit dem Positiven an. Kimberly Derting hat einen sehr schönen Schreibstil und man kommt gut in die Handlung rein. Das Buch ist aus Sicht von Charlie geschrieben, die ein sehr sympathischer Charakter ist. Auch ihre Freunde Aron und Brooklynn mochte ich von Anfang an. Gemeinsam mit ihnen lernt man einige Eigenheiten der Stadt kennen, in der sie leben. Viele Einwanderer, strenge Passkontrollen und das ständige Wiederholen von Parolen bestimmen den Alltag. Man bekommt einen Blick darauf, wie schwierig die Situation ist. Alle Menschen sind der Königin untergeben, deren Schutz und Leben das Heiligste ist. Schon früh bekommt man einen Einblick auf das wirkliche Wesen der Königin, die es durch eine besondere Gabe schafft, sehr viele Jahre auf dem Thron zu bleiben. Es gibt ein paar Kapitel im Buch, die aus ihrer Sicht geschrieben sind und die die Gedanken der Königin zum Vorschein bringt. Nach und nach ergibt sich somit eine Verbindung zwischen Charlie und der Königin, die sehr gefährlich ist.

Später im Buch taucht Max auf, von dem Charlie sehr fasziniert ist, und er von ihr. Seine Rolle in der Handlung ist zunächst nicht bekannt, kommt dann aber doch schnell und relativ vorhersehbar zum Vorschein, auch durch Kapitel, die aus seiner Sicht geschrieben sind.  Zwischen den beiden entwickelt sich eine sehr zerbrechliche Beziehung, denn sie wird anfangs von Geheimnissen überschattet. Im Laufe der Zeit wird die Bindung zwischen den beiden aber fester. Anfangs fand ich Charlies Verhalten im gegenüber irgendwie total blöd. Sie hat die ganze Zeit nur an ihn gedacht, wollte ihn unbedingt wiedersehen und dann steht er bei ihr vor der Tür und sie lässt ihn stehen… Sind wir Frauen manchmal wirklich so unlogisch :D? Na ja,  es wird besser, aber wie viele andere Sachen im Buch hat auch die Beziehung zwischen Charlie und Max nicht viel Zeit, sich zu entfalten. Schade eigentlich.

Was also die Charaktere, den Schreibstil und das Setting angeht, kann The Pledge wirklich punkten. Leider ist die Umsetzung nicht die Beste. Die Geschichte geht sehr zügig voran, baut auch durchaus Spannung auf, aber der große Knall, der fehlt doch. Viele Szenen, aus denen man so viel hätte holen können, sind meiner Meinung nach viel zu kurz abgehandelt worden. Die Spannung steigt, fällt wieder, steigt wieder an, ist aber nicht so mitreißend, wie in manch anderen Büchern.  Ich weiß nicht, wie ich das besser erklären soll, aber ich sage es mal so: Der Funke wollte nicht so recht überspringen. Dazu war das Buch zu kurz. Es gibt so viele Dinge die passieren, die aber kaum Zeit haben, ihr ganzes Ausmaß zu entfalten. So kommen auch viele Erklärungen und Enthüllungen leider viel zu kurz, oder werden gleich ganz weggelassen.

The Pledge ist offiziell eine Dystopie, aber ich muss zugeben, mir kam es zwischenzeitlich gar nicht so vor. Ich verbinde mit einer Königin, einem Klassensystem und Hinrichtungen doch eher andere Zeiten. Das Buch vermittelt ganz widersprüchliche Gefühle.

Das Ende fand ich dann aber doch wieder ganz gut, man hat nämlich nicht dieses schreckliche Gefühl, auszurasten, weil man den nächsten Band nicht sofort und auf der Stelle lesen kann.  Das Ende lässt Raum für eine Fortsetzung,  ganz klar, aber man könnte das Buch theoretisch auch für sich lesen.

Fazit

Meine Erwartungen an das Buch waren wohl leider zu hoch, denn The Pledge hat mich etwas enttäuscht. Es ist ein gutes Buch für zwischendurch; kurzweilig, relativ spannend und von der Idee her neu, aber kein vollständig überzeugender Auftakt einer neuen Trilogie. Ich bin gespannt, was die Autorin sich für die Fortsetzung einfallen lässt.

3 Pancakes für The Pledge.






Kommentare:

  1. Hmm, ja, hab schon von mehreren Seiten gehört, dass auch dieses Buch von Kimberly Derting eher mittelmäßig sein soll. Wenn ich es nicht gewinne, werde ich es mir wohl eher nicht selbst kaufen, denn auch "Bodyfinder" hat mir nicht wirklich zugesagt.
    Danke für die tolle Rezension, sehr aufschlussreich ;)

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  2. Ja ich habe wegen des Klappentextes und der ganzen Promo, die für das Buch gemacht wurde, echt was anderes erwartet. Das Buch ist gut, ja, aber man hätte viel mehr draus machen können. Bodyfinder habe ich im Regal, aber noch ungelesen :D
    Freut mich, dass ich dir helfen konnte ;)

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Hallöchen :)

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