31 Oktober 2011

Rezension zu "Wildefire"




Wildefire – Karsten Knight

Verlag: Piper (September 2011)
Seiten: 460
Preis: 15,99€
Originaltitel: Wildefire
Band 1 von 3
Wertung: ♥♥♥♥
Danke an den Piper Verlag!




Inhaltsangabe

Ash Wilde hat kein leichtes Leben: Sie ist eine Außenseiterin, ihr Freund betrügt sie, und ihre Schwester Eve ist ein richtiges Miststück. Nach einem schlimmen Unfall, der für eine Mitschülerin tödlich endet, zieht Ash sich in ein Internat zurück – so weit weg von ihrem alten Leben und ihrer Schwester wie nur möglich. Doch gerade als es für sie richtig gut läuft – mit einem tollen Freund, einem Platz im Tennisteam –, erfährt Ash, dass sie eine polynesische Vulkangöttin ist. Und damit fängt der Ärger erst richtig an: Auf wessen Seite wird sie sich stellen? Ihre Schwester Eve hat bereits die dunkle Seite gewählt, und Ash soll ihr folgen. Doch Ash weigert sich, ihr nachzugeben, und beschwört einen Kampf herauf, in dem sich die beiden zum letzten Mal gegenüberstehen werden …




Was hat mir an dem Buch gefallen?

Als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, war  ich sofort Feuer und Flamme für das Buch. Es spielt fernab von Vampiren, Engeln oder Geistern. Ja, gut, Götter sind auch kein gänzlich neues Thema, aber bisher habe ich davon noch nicht so viele Bücher gelesen und deshalb war meine Neugier sehr groß.

Das Buch ist wirklich gut, allerdings doch anders als ich es mir vorgestellt habe. Aber alles der Reihe nach.

Nachdem ich das erste Kapitel beendet hatte, dachte ich: Au Weia, was hast du dir denn da angelacht :D ? Im ersten Kapitel geht es sehr brutal zu, der „Unfall“ (siehe Inhaltsangabe) ist kein wirklicher Unfall und Eve würde ich nicht als Miststück bezeichnen, sondern als gefährliche Irre! Ashline, kurz Ash, war mir sehr suspekt, denn sie selbst verprügelt ein Mädchen, als ihre Schwester dasselbe tut meint sie dann, dass Eva ja immer alles zerstören müsste und immer gleich gewalttätig wird. Ein brutales Mädchen mit abwandelbarer Moral? Wo soll das noch hinführen?

Es wird besser! Nachdem das erste Kapitel „überwunden“ und verdaut ist, beginnt die eigentliche Handlung. Bis das Rätsel um Ash und ihre Freunde aus dem Internat aufgedeckt wird dauert es zwar einen Moment, aber es wird nie langweilig, weil zwischendrin immer wieder unerklärliche Dinge passieren. Da ich die Inhaltsangabe wusste ich, was da im Busch war,  aber die genauen Erklärungen kannte ich natürlich nicht. Ich verrate nicht zu viel wenn ich sage, dass Ash und ihre Freunde Götter sind. Dabei sind sie nicht alle polynesisch, sie sind viel mehr eine multikulturelle Gruppe. Das fand ich besonders spannend, denn die Vermischung des Götterglaubens bietet eine Menge Abwechslung. Zusammen mit der Offenbarung, dass die Freunde Götter sind, bekommen sie auch noch ihren „Auftrag“ mitgeteilt… außer dem von Ash weiß kennt man keinen, denn diese Aufträge sind strengstens geheim! Ashs Auftrag gibt eine Menge Rätsel auf und man ist von da an sehr gespannt, wie es weitergeht! Natürlich will man auch wissen, wie die anderen damit umgehen. 

Hinzu kommen noch Ashs Visionen, von denen sie nicht weiß, ob sie von ihr oder jemand anderem handeln. Wer ist dieses Mädchen, das sie sieht? Nach dem die Freunde nun wissen, dass sie Götter sind, bricht keine unglaublich actionreiche Handlung an. Es ist vielmehr ein Wechsel zwischen dem ganz normalen Jugendleben, dem fertigwerden mit dieser neuen Situation und den auftauchenden Problemen, die das Gottheit-Sein so mit sich bringt. Denn nicht jeder ist den Freunden gegenüber wohlgestimmt. 

Man befindet sich also in einem ständigen Wechseln, der das Buch sehr abwechslungsreich aber auch sehr spannend macht. Man erfährt zudem mehr über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere, wodurch man sich immer besser in sie hineinversetzen kann. Viel wichtiger ist aber die Zukunft. Was wird aus Ash und ihren Freunden werden?

Neben den ersten, spannenden, brutalen und traurigen Szenen gab es aber auch immer wieder Szenen, in denen ich lachen musste. Die Dialoge im Buch sind teilweise wirklich zum Lachen. Das hat mir gut gefallen, denn ein durchweg ernstes Buch in dem man sich nicht mal ein Lächeln abringen kann, das ist nichts für mich.

Man kann Wildefire also wohl als ein „Einführungsbuch“ in die Trilogie um Ashline ansehen. Es geht in diesem ersten Band hauptsächlich darum, dass Ash erfährt was sie ist und wie sie versucht damit umzugehen. Wie oben schon erwähnt, kommt es schon zu den ersten Kämpfen, aber das eigentliche steht ihr noch bevor. Dabei gibt es am Ende des Buches keinen Ausblick auf einen neuen Kampf, sondern auf etwas ganz anders, was mich sagen lässt: Ich freue mich schon auf den zweiten Band!


Was hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen?

Das erste Kapitel hat mich sehr abgeschreckt. Die Brutalität, die dort gezeigt wird war mir etwas zu viel. Auch später kommt es noch mal zu gewalttätigen Szenen, aber dort dienen sie eher der Selbstverteidigung und nicht der „Rache“ wie im ersten Kapitel. Durch dieses erste Kapitel war meine Meinung von Ashline sehr negativ beeinflusst. Ich hatte die ganze Zeit dieses Kapitel im Hinterkopf und konnte deswegen nicht so richtig warm mit ihr werden. Viel schlimmer aber ist ihre Schwester Eve. Ich hab so Angst vor ihr :D 

Bei den anderen Charakteren finde ich es ziemlich schade, dass sie größtenteils nur oberflächlich behandelt werden. Man bekommt zwar einen Einblick in ihre Vergangenheit, aber ich hätte sie gerne öfter in „Action“ gesehen. Damit meine ich mehr Dialoge und gemeinsame Szenen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ;) Gibt ja noch 2 Bände :)
Dann gab es am Ende noch eine Szene, die meiner Meinung nach viel zu schnell übergangen wurde. Ash findet etwas sehr wichtiges heraus, aber sie spricht es nicht weiter an oder geht der Sache nach. Da hat für mich einfach ein Teil gefehlt, denn so bleibt noch einiges offen. Aber auch hier hoffe ich auf den zweiten Band.


Fazit

Wildefire ist ein vielversprechender erster Teil einer neuen Trilogie. Die Handlung ist abwechslungsreich und spannend, die Charaktere sehr vielfältig. Die anfängliche Brutalität hat mich etwas schockiert und meine Meinung über die Protagonistin stark beeinflusst, weswegen ich nicht zu 100% mit ihr klar gekommen bin. Aufgrund der tollen Schreibweise, der interessanten Handlung und dem überaus spannenden Cliffhanger werde ich den zweiten Band auf alle Fälle lesen.

Ich kann euch das Buch empfehlen, allerdings solltet ihr nicht zu zart besaitet sein ;)

Ich gebe Wildefire 4 Pancakes!







Werde ich die Fortsetzung lesen?

Definitiv JA [x]  Sehr wahrscheinlich [ ]  Vielleicht [ ] Eher nicht [ ] Definitiv NEIN [ ]
 
 
Wildefire
 
  • Band 1
EN: Wildefire
DE: Wildefire
 
  • Band 2
EN: Embers and Echoes
DE: ??
 
  • Band 3
EN: ??
DE: ??





Kommentare:

  1. Nach dem Prolog saß ich auch erst mal so o.O vor dem Buch. ;) Später wurde "Wildefire" zum Glück besser!

    LG, Lisa

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  2. Ich hab hier was für dich http://lwielesen.blogspot.com/2011/10/award-5.html

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  3. @Lisa: Ja, das Blatt hat sich zum Glück relativ schnell gewendet ;)

    @Bea: Dankeschööön :)

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Hallöchen :)

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