06 Oktober 2011

Rezension zu "Forgotten"



Forgotten – Cat Patrick

Verlag: Marion von Schröder (September 2011)
Seiten: 304
Preis: 16,99€ (HC)
Einzelband
Originaltitel: Forgotten
Wertung: ♥♥♥
Danke an den Marion v. Schröder Verlag!




Inhaltsangabe

London Lane kann sich an nichts aus der Vergangenheit erinnern. Die Zukunft hingegen kennt sie. Beim Aufwachen an jedem Morgen bleibt ihr nur ein Zettel mit ihren Notizen vom Vortag. An einem kalten Wintertag lernt London den geheimnisvollen Luke kennen. Aber begegnet sie ihm wirklich zum ersten Mal? Er ist ihr so seltsam vertraut und wird ihre große Liebe. Doch warum hat London plötzlich schreckliche Visionen von einer Beerdigung? Wird Luke sterben?




Was hat mir an dem Buch gefallen?

Als ich die Inhaltsangabe und die Leseprobe bei Vorablesen gelesen hatte, war ich ganz begeistert von der Idee, die hinter dem Buch steckt: Ein Mädchen, das seine Vergangenheit vergisst, aber die Zukunft kennt. Ich war sehr gespannt darauf zu erfahren, wie genau es dazu gekommen ist. Dann habe ich das Buch gewonnen, gelesen und muss sagen, dass mir die Umsetzung der Idee wirklich gut gefallen hat!

London kommt mit ihrem Alltag ganz gut zurecht. Sie schreibt sich abends immer Notizen, die sie am Folgetag an wichtige Dinge vom Vortag erinnern sollen. Auch ihre Mutter unterstützt sie tatkräftig dabei, ihr Leben so normal wie möglich zu leben. Die beiden sind ein eingespieltes Team und waren mir von Anfang an sehr sympathisch. London geht ziemlich locker mit ihrer Situation um, sie ist ein sehr fröhlicher Mensch, fühlt sich aber in großen Menschenmengen unwohl. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzten. Allerdings nur so weit, was ihre „ganz normalen“ aktuellen Gefühle betrifft. Das Gefühl, sich nicht an die Vergangenheit erinnern zu können, werde ich natürlich nie nachvollziehen können.

Umso interessanter ist es zu verfolgen, wie sie auf Dinge reagiert an die ich mich als Leser „erinnere“, sie allerdings nicht. Am spannendsten ist es, als Luke auf einmal auftaucht. Der Junge, in den London sich bald verliebt. Jeden Tag aufs Neue. Sie weiß durch ihre Notizen zwar, dass es ihn gibt, aber immer wenn sie ihm „neu“ begegnet, ist sie wieder ganz hingerissen von ihm. Luke weiß nichts davon, wie London sich jedes Mal neu auf ihre Treffen vorbereiten muss… oder?

Luke ist ein sehr sympathischer Junge, den ich von Anfang an gemocht habe. Er ist total süß zu London und wohl der Traum aller Schwiegermütter. Ja, gut, einmal, da passiert etwas, was Londons Mutter fast wahnsinnig macht und was sie sehr wütend auf Luke macht, aber auch das vergeht wieder. Ich glaube, keiner kann seinem Charme widerstehen.

Aufgrund von Londons „Verfassung“ ist die Beziehung zwischen ihr und Luke etwas ganz besonderes. Auch nach 4 Monaten, in denen die beiden ein Paar sind, steht jeden Tag aufs Neue ein Fremder vor ihr, von dem sie aber weiß, dass sie ihn liebt. Ich finde die Vorstellung, dass Liebe auch eine „kaputte Hirnfunktion“ überlisten kann, wenn auch nur auf gefühlsebene, sehr schön. Das komische ist nämlich, dass London sich nicht an einen Luke in der Zukunft erinnern kann und sich deshalb fragt, was aus den beiden wird und woran das liegt.

Sie kann sich zwar nicht an Luke „vor-erinnern“, dafür erscheinen immer wieder Bilder in ihrem Kopf, von denen sie nicht genau sagen kann, ob sie schon passiert sind, oder erst noch passieren werden. Somit beginnt das langsam der zweite Handlungsstrang der Geschichte. Das Rätsel um Londons Zustand wird soweit gelöst, als dass man die Ursache und den genauen Zeitpunkt kennt, mit dem alles angefangen hat, wie das allerdings neurologisch zu erklären ist, erfährt man nicht. Dazu weiß nämlich keiner einen Rat und dementsprechend auch nicht, ob London jemals wieder ein normales Gedächtnis haben wird.

Dafür erfährt man eine Menge andere Dinge, die die Geschichte sehr spannend machen. London erfährt Dinge über ihre Familie, die sie traurig machen, die ihr aber auch dabei helfen, einige Puzzleteile zusammen zu setzen. Sie und Luke machen sich auf, einige Rätsel zu lösen, die London nachts manchmal den Schlaf rauben. Das zu verfolgen ist sehr spannend. 

Die ganze Zeit über ist Londons Geschichte sehr emotional. Liebe, Familie und Freundschaft spielen eine sehr entscheidende Rolle und man macht sich ab und an auch seine eigenen Gedanken dazu. Cat Patrick hat einen sehr schönen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Mit seinen 304 Seiten ist das Buch dann auch schnell gelesen…


Was hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen?

… was mich auch zu meinem ersten Kritikpunkt bringt. Am Anfang gibt sich Cat Patrick noch sehr viel Mühe, Londons Leben ziemlich ausführlich zu beschreiben. Zwischenzeitlich überspringt sie dann aber ein paar Monate, was mir nicht so gut gefallen hat. Auch das Ende war sehr kurz und den vorangegangenen Geschehnissen nicht angemessen. Ein paar mehr Seiten hätten dem Buch und dem Leser sicher nicht geschadet. Ich hätte gerne gewusst, wie London mit all dem neuen umgeht, was auf sie zukommt und noch  eine Antwort auf die eine oder andere Frage bekommen. Leider ist man sich als Leser da etwas selbst überlassen.

Lange habe ich überlegt, wie schwer dieser eine Kritikpunkt wiegt. Ich habe außer dieser einen Sache nichts an dem Buch auszusetzen, aber dennoch ist sie mir lange im Gedächtnis geblieben.


Fazit

Forgotten ein wirklich sehr emotionales, schönes und toll geschriebenes Buch und ich kann nur empfehlen, es zu lesen, aber mit dem Ende hadere ich doch etwas rum. Einigen von euch mag es genauso gehen, anderen vielleicht nicht. Deswegen kann ich nur sagen: Lest es und findet es  heraus :)



 Ich gebe Forgotten 4 Pancakes.



Kommentare:

  1. Hey :)

    Ich antworte dir gleich mal hier. Natürlich ist es o.k. wenn du ein bild von meinem Blog machst :D

    Ich freu mich dass du für mein kleines erstlingspiel werbung machen willst *drück*

    Ich drück dir die daumen^^

    LG Nicole

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  2. Habe mir das Buch gestern auch bestellt. Deine Rezi klingt echt gut. Bin gespannt, wie ich das Buch finden werde :D

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Hallöchen :)

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