05 August 2011

Rezension zu "Rabenmond"

 
Rabenmond – Jenny-Mai Nuyen

Verlag: cbt (September 2008)
Seiten: 512
Preis: 14,95€(TB)
Einzelband
Wertung: ♥♥♥,5
Will ich haben





Inhaltsangabe

Ein Zeitalter endet, eine Liebe beginnt


Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie töten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.


Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einen Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf Mions Tat steht der Tod. Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnend, dass das Mädchen von fremden Mächten dazu auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden …


Eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und Verrat.

 
Was hat mir an dem Buch gefallen?

Zuerst einmal ist mir Jenny-Mai Nuyens schöner Schreibstil aufgefallen. Ihre Darstellungen und Erzählungen lassen den Leser ganz in die Fantasiewelt abtauchen, in der Rabenmond spielt. Man kann das Buch flüssig und relativ schnell lesen. Durch ihre Art zu schreiben kann man sich auch schnell in das Ruinenmädchen Mion hineinversetzen.

Nicht alle Kapitel sind aus der Sicht von Mion geschrieben. Viele werden auch aus der Position von Lyrian, den Kronprinzen, geschildert. Dadurch bleibt die Handlung sehr abwechslungsreich und spannend. Dadurch, dass die meisten Kapitel an einer spannenden Stelle aufhören und ein Sichtwechsel stattfindet, bleibt man als Leser neugierig und liest aufgeregt weiter.

Dieser häufige Wechsel der Positionen hat auch etwas mit der Handlung von Rabenmond zu tun. Mion und Lyrian „treffen“ sich ihm Wald, danach trennen sich ihre Wege zunächst. Man erfährt durch die verschiedenen Kapitel also etwas über Mion und Lyrian, obwohl sie zuerst keine gemeinsame Geschichte haben. Nach und nach führen die Ereignisse dazu, dass sie sich erneut begegnen. Dabei spielt vor allem der Malermeister Jagu, der Mion vor ihrer Hinrichtung rettet, eine entscheidende Rolle. Er nimmt Mion unter dem Vorwand bei sich auf, die als Lehrling zu beschäftigen. In Wirklichkeit hat er aber ganz andere Pläne, die Wynter für immer verändern sollen…

Die Entwicklungen halten den Leser bis zum Ende gefesselt. Ich fand die Geschichte bis dahin auch wirklich gut!… Der Höhepunkt und das Ende konnten mich allerdings nicht wirklich überzeugen.


Was hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen?


An manchen Stellen im Buch habe ich mich gefragt; Mion, warum machst du das? In einem Moment will sie nichts anderes, als ihren Meister Jagu zu verlassen, im anderen, als sie die Möglichkeit bekommt, mit Lyrian zu fliehen, will sie Jagu dann doch nicht verlassen, weil er sie ja braucht... Sind Mädchen manchmal wirklich so komisch? :D

Wie schon gesagt, der Höhepunkt und das Ende konnten mich nicht wirklich überzeugen. Der Höhepunkt war kurz und sehr blutig. Das Ende war ebenso kurz und überhaupt nicht so, wie ich es mir anhand des Klappentextes vorgestellt hatte. Mehr will ich dazu nicht sagen, sonst verderbe ich anderen den Spaß am Lesen.

Ich finde auch die Bezeichnung „Drachen“ für die Herrscher von Wynter nicht passend. Unter Drachen stelle ich mir so etwas vor wie in „Eragon“ oder … na ja, wie man sich die Fantasy-Wesen halt vorstellt :D Auf jeden Fall stelle ich mir unter Drachen keine Menschen vor, die sich in Tiere verwandeln können. Ein eigener Name für diese „Gattung“ wäre ganz gut gewesen.



Hier noch ein neutraler Punkt:

„Modos und Ghoroma“…. Lest es euch durch und dann sagt mir, ob euch diese beiden Namen an irgendwas erinnern… kleiner Tipp: Es handelt sich um Städtenamen…

Wenn ihr glaubt ihr wisst es, dann schaut doch HIER nach, ob ihr richtig gelegen habt ;)

Also ich glaube, Jenny-Mai Nuyen will auf diese beiden Städte anspielen. Denn in Rabenmond halten sich die Städte Modos und Ghoroma auch nicht an die „gottgegebenen“ (in diesem Fall „drachengegebenen“) Regeln, ganz wie ihre beiden „Vorbilder.“

An alle, die Rabenmond gelesen haben: Glaubt ihr, diese Interpretation stimmt zu oder ist das nur ein Hirngespinst von mir :D?

Fazit

Rabenmond ist schön geschrieben; die Geschichte spannend und abwechslungsreich. Das Ende konnte mich leider nicht überzeugen und hat mich, wegen des wirklich gelungenen Anfangs, enttäuscht. 
Daher gibt es für Rabenmond 3,5 Pancakes.


1 Kommentar:

  1. Hi Lisa,

    deine Rezension gefällt mir. Zur Zeit lese ich gerade das neue Buch der Autorin "Noir".

    Hast du einen Blick reingeworfen?

    Bin gespannt auf deinen Meinung!

    Viele Grüße von der
    Fee

    ----------------------------------------------
    http://literatur-begeisterte-fee.blogspot.de/

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Hallöchen :)

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