12 August 2011

Rezension zu "Godspeed"

  
Godspeed - Beth Revis

Verlag: Dressler (August 2011)
Seiten: 445
Preis: 19,95€ (HC)
Originaltitel: Across the Universe
Band 1 von 3 (Across the Universe)
Wertung: ♥♥♥♥,5




Inhaltsangabe

Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen? Eine packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren.


Was hat mir an dem Buch gefallen?

Der Grund, warum ich mir das Buch gekauft habe war, dass es sich bei Godspeed um eine Dystopie handelt und diese Dystopie nicht auf der Erde der Zukunft, sondern auf einem Raumschiff spielt, dass unterwegs zu einem anderen Planeten ist. Ich fand, die Idee klingt neu und sehr interessant und das war sie dann auch. Die Idee der Godspeed ist wirklich gut umgesetzt. Die Zeichnung auf der Rückseite des Schutzumschlags gibt einen Eindruck davon, wie die Godspeed aufgebaut ist. Ich glaube, allein durch die Beschreibungen im Buch hätte ich den Aufbau nicht nachvollziehen können. Umso besser also, dass diese Zeichnung dabei war. 

Mein Biologiestudentinnen-Herz schlug beim Lesen höher, als es um das Thema Gene ging, was übrigens eine sehr  wichtige Rolle im Buch spielt! Ich will nicht zu viel verraten, aber Genmanipulation ist auf der Godspeed nichts Unnormales…

Im Ganzen ist das Buch vom Anfang bis zum Ende spannend. Ich habe es innerhalb von einem Tag durchgelesen, weil ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Die ganze Zeit rätselt man mit, wer hat denn nun Amy aufgetaut und was hat es mit den anderen... sagen wir mal, unvorhergesehenen Zwischenfällen auf sich? Es ist wirklich sehr spannend. Dazu kommt noch, dass Godspeed am Ende einige Überraschungen bereithält. Ich bin wirklich begeistert.

Die Charaktere im Buch, vor allem Amy, Junior und Harley, Juniors bester Freund,  sind jeder für sich einzigartig. Sie sind sehr sympathisch. Manchmal fällt es allerdings schwer, sich in sie hineinzuversetzen. Amy wurde viel zu früh aufgetaut und sieht ihre Eltern erst dann wieder, wenn sie älter ist als sie, Junior soll der Anführer der Godspeed werden und damit die Verantwortung für fast 3000 Menschen übernehmen und Harley, nun ja Harley ist anders. Er ist besessen vom Malen und später von etwas anderem, was seinen Charakter stark beeinflusst. Man kann nur erahnen, wie die Charaktere sich fühlen müssen, aber wirklich verstehen oder nachvollziehen kann man es nicht, da man nie in einer vergleichbaren Situation gewesen ist. Gerade das finde ich aber sehr gut. Es regt zum Nachdenken an. 

Sehr gut finde ich, dass die Sichtweisen im Buch wechseln. Es wird abwechselnd aus Amys und aus Juniors Sicht erzählt, jeweils in der Ich Form, was ich besonders gut finde. Zu Beginn sind Amys „Aussagen“ nicht wirklich von Bedeutung, da sie ja eingefroren ist und das meiste nur träumt. Deswegen lernt man zunächst über Junior das Leben auf der Godspeed kennen, in welches Amy dann später eingeführt wird. Anhand dieser Erzähltechnik kann man auch die Entwicklung der beiden gut nachvollziehen. Sie beeinflussen sich gegenseitig und werden dadurch geprägt. 


Was hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen?

Ich finde die „Liebesgeschichte“ zwischen Amy und Junior nicht wirklich überzeugend. Nicht lange nachdem Amy aufwacht küssen sich die beiden. Meiner Meinung nach geht das etwas zu schnell. Amy hat gerade erst realisiert, dass sie ihren Freund von der Erde, Jason, nicht wiedersehen wird, da küsst sie schon einen anderen. Natürlich fühlt sie sich nicht ganz so wohl dabei, aber trotzdem finde ich es nicht so gut. Hinzu kommen noch die besonderen Umstände, in denen sich die beiden befinden. Sie sind die einzigen unter 20, Amy sieht anders aus als alle anderen und nur Junior glaubt, dass sie nicht verrückt ist… Ich hoffe, man versteht was ich meine :)

Fazit

In Godspeed wurde eine gute Idee wirklich schön umgesetzt. Die Geschichte ist neu, interessant und spannend vom Anfang bis zum Ende. Die „Lovestory“ konnte mich nicht ganz überzeugen, dennoch finde ich das Buch wirklich gelungen. Das Ende und die offenen Fragen machen neugierig auf die weitere Reise der Godspeed.

Godspeed bekommt von mir 4,5 Pancakes











Werde ich die Fortsetzung lesen?

Definitiv JA [x]  Sehr wahrscheinlich [ ]  Vielleicht [ ] Eher nicht [ ] Definitiv NEIN [ ]
 
 
Across the Universe
 
  • Band 1
EN: Across the Universe
DE: Godspeed / Die Reise beginnt
 
  • Band 2
EN: A million Suns
DE: Godspeed / Die Suche
 
  • Band 3
EN: Shades of Earth
DE: Godspeed / Die Ankunft



Kommentare:

  1. Huhu ;)
    Ich möchte dieses Buch total gerne lesen.
    Wünsche ich mir zum Geburtstag!^^
    Tolle Reension!

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Hallöchen :)

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