24 August 2011

Rezension zu "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett"



Verlag: Heyne fliegt (August 2011)
Seiten: 368
Preis: 14, 99€
Band 1 von 3 (Steampunc Chronicles)
Wertung: ♥♥♥♥



Inhaltsangabe

Mit Finley Jayne hat keiner gerechnet

Sie ist eine ganz besondere junge Dame: Ihr Name ist Finley Jayne, sie ist sechzehn Jahre alt und arbeitet als Dienstmädchen. Gelegentlich. Gelegentlich entschließt sie sich jedoch, auf den Straßen Londons Jagd auf Verbrecher zu machen. Finley mag hübsche Kleider, ihre Unabhängigkeit und wohlerzogene junge Männer. Wen Finley nicht mag, der kommt ihr besser nicht in die Quere, denn sie ist außergewöhnlich stark. Doch hinter ihren enormen Kräften verbirgt sich ein dunkles Geheimnis ...


In London kreuzen Luftschiffe am Himmel, dampfbetriebene Automaten erledigen die niederen Arbeiten, und von jungen Mädchen wird vor allem eines erwartet – anständig sein und hübsch aussehen. Mit Letzterem kann sie durchaus dienen, aber mit der Sittsamkeit hapert es bei Finley Jayne gewaltig, denn sie ist übermenschlich stark, und wenn ihr Temperament mit ihr durchgeht, kann es für ihre Kontrahenten schon mal böse enden. Als sie deshalb ihre Anstellung im noblen Haushalt der Familie August-Raynes verliert, scheint Finleys Schicksal besiegelt. Aber dann begegnet sie dem jungen Adligen Griffin, der gemeinsam mit seinen Freunden die wunderlichsten Experimente veranstaltet. Und Finley passt perfekt in die bunt gemischte Truppe, denn Griffin und seine Freunde haben ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten, die sie im Kampf gegen das Böse auf den Straßen Londons einsetzen. Doch Finley trägt eine dunkle Seite in sich, und obwohl Griffin zarte Gefühle in ihr erweckt, fühlt sie sich auch zu dem zwielichtigen Gangster Jack Dandy hingezogen. Als Griffin und seine Freunde einer gigantischen Verschwörung auf die Spur kommen, die nicht nur Königin Victoria, sondern das ganze Empire bedroht, muss Finley sich entscheiden ...




Was hat mir an dem Buch gefallen?

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett ist mein erstes Buch aus dem Steampunk-Genre und ich muss sagen, es hat mir wirklich gut gefallen. Die Verknüpfung des viktorianischen Londons ( I London ) mit modernen Techniken bietet eine neue und abwechslungsreiche Story. Wie oben schon erwähnt wird, haben Finley und ihre Freunde, die sie erst noch kennenlernt, besondere Fähigkeiten. Zunächst habe ich gedacht, dass diese eher in die Kategorie Fantasy gehören, als dann aber aufgeklärt wird, woher sie kommen, ist es doch eher etwas „Natürliches“. Was ich damit meine ist, dass die Fähigkeiten auf natürliche Ursprünge zurückgeführt werden. Die Theorien dahinter sind wirklich sehr interessant (und lassen das Biologenherz mal wieder größer schlagen :) )! Eigentlich alles, was an modernen Techniken und Fähigkeiten angesprochen wurde, ist sehr interessant und macht den Leser neugierig.

Kady Cross hat einen sehr guten Schreibstil, der der Zeit und den Personen angemessen ist. So hat jeder Charakter seine eigene Art zu Sprechen und zu denken und man erkennt ihn leicht wider. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was das Ganze noch etwas spannender macht. Normalerweise bin ich ja ein Fan der „Ich“-Erzählperspektive, aber bei diesem Roman hat die „Er/Sie“-Erzählweise einfach besser zu der Geschichte gepasst. 

Ich hatte ein paar Startschwierigkeiten, das gebe ich offen zu, denn in diese „neue“ Welt des Steampunks musste ich mich erst einmal einfinden. Außerdem wurde man manchmal mit ein paar Tatsachen konfrontiert, zu denen es dann (zunächst) keine Erklärung gab. Nachdem ich mich dann aber in die Geschichte eingefunden hatte, konnte ich kaum noch aufhören zu lesen. Zunächst hat das Buch keine klare Richtung in die es geht und man rätselt ständig, was genau vor sich geht. Dann aber nimmt die Story Konturen an und man kann sich kaum noch von ihr lösen, weil man das Rätsel endlich knacken will. Ich finde es sehr gut, dass man am Anfang erst noch etwas im Dunkeln gelassen wird, denn dann ist die Überraschung am Ende größer!

Finley, Griffin, Emily, Sam und Jasper sind sehr außergewöhnliche Personen. Vom Charakter her sind die alle unterschiedlich, aber sie haben das „Außenseitertum“ und ihre Loyalität gegenüber den jeweils anderen gemeinsam. Da man durch die „Er/Sie“ Form nicht in die Person „reingucken“ kann,ist man nur Beobachter. Das macht es am Anfang etwas schwierig, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Nach und nach lernt man sie aber besser kennen und fiebert mit ihnen mit. Das hat wirklich großen Spaß gemacht!


Was hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen?

Leider hat mir das Ende nicht wirklich zugesagt. Es war etwas zu abrupt. Zu einfach im Vergleich zu vorherigen Ereignissen und Konfrontationen zwischen den Freunden und den „Bösen“. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen ;)


Fazit

Mein erstes Buch aus dem Steampunk-Genre hat mich nicht enttäuscht. Die Story ist spannend, die Charaktere wirklich klasse und der Schreibstil gut. Wer Lust auf etwas Neues nach all der „Romantasy“ hat, der sollte zu „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ greifen. (Keine Sorge, ein bisschen Romantik ist auch hier dabei, es geht allerdings sehr langsam voran. Immerhin ist es 1897 ;) )

Das Mädchen mit dem Stahlkorsett bekommt 4 Pancakes von mir!








Werde ich die Fortsetzung lesen?

Definitiv JA [ ]  Sehr wahrscheinlich [x]  Vielleicht [ ] Eher nicht [ ] Definitiv NEIN [ ]
Steampunk Chronicles
  • Band 1
EN: The Girl in the Steel Corset 
DE: Das Mädchen mit dem Stahlkorsett

  • Band 2
EN: The Girl in the Clockwork Collar
DE: ??
 
  • Band 3  
EN: ??
DE: ??





Kommentare:

  1. nach deinen Eindrücken ist das Buch echt lesenswert. habe aber auch schon anderes gelesen... jetzt bin ich verwirrt... aber ich glaube, ich gebe dem Steam-Punk-Genre mit diesem Buch auch noch eine Chance ^^

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  2. Uiuiui, ich bin auch immer noch sehr hin und her gerissen, ob ich das Buch lesen sollte, oder nicht?! Hmmm :) Schöne Rezi!

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  3. Also ich kann das Buch empfehlen. Am Anfang muss man sich erst einmal einfinden aber dann wird es wirklich gut. Es ist mal was anderes :)

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Hallöchen :)

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