20 Juli 2011

Rezension zu Sternenschimmer





Sternenschimmer - Kim Winter


Verlag: Planet Girl (Juli 2011)
Seiten: 576
Preis: 16,95€ (HC)
Band 1 von 3
Wertung: ♥♥♥♥♥
Will ich haben
Dankeschön an Planet Girl !






Inhaltsangabe

Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.


Was hat mir an dem Buch gefallen?

Zunächst einmal hat mir der Schreibstil von Kim Winter sehr gut gefallen. Die Geschichte ist in der Ich Form geschrieben und wird aus der Sicht von Mia erzählt. Ihre Erzählweise ist locker und jung. Sie sagt was sie denkt. Ihre rebellische Ader, ihr gefühlvoller Umgang mit den Kindern und die berüchtigten weiblichen Hormone haben sie mir von Anfang an sympatisch gemacht. Man konnte sich in sie hineinversetzen, mit ihr lachen und weinen. Solche Charaktere sind etwas Tolles!

Ebenso wie Mia sind aber auch die anderen Charaktere im Buch wundervoll gezeichnet.
Sehr bemerkenswert sind die loduuner Kinder. Trotz dessen, dass sie so viel Leid auf ihrem Planeten ertragen mussten, strahlen sie so viel Energie aus. Jeden einzelnen von ihnen gewinnt man schnell lieb. Selbst Ariel, der sich in seiner neuen „Heimat“ nicht wohl fühlt und etwas über die Stränge schlägt. Trotz ihrem Schicksal sind und bleiben es eben Kinder, die von Geschichten verzaubert sind. Zumal es auf Loduun keine Geschichten gibt. So kommt es dann eines Abends dazu, dass Mia den Kindern die Geschichte über Donröschen erzählt. Meine Lieblingsstelle im ganzen Buch.

Ich hob die Schultern. "Es ist nur eine Geschichte."
"Heißt das, es ist gar nicht wahr? Die Fee und Dornröschen gibt es überhaupt nicht?", fragte Hope geradezu ängstlich.
Ich sah sie einige Atemzüge lang an. In meinem Inneren rangen Verstand und Gefühl. Hopes Blick weckte in mir den Wunsch, Realität und Fantasie auf irgendeine Weise zu vermischen. Schließlich gelang es mir, ihr ehrlich zu antworten und trotzdem beiden gerecht zu werden.
"Hier draußen ist es vielleicht nicht wahr. Aber hier", ich tippte ihr auf die Schläfe, "und hier", ich legte die Hand auf ihre Brust, "darf jede Geschichte wahr sein, die du für wahr halten willst."

Hier erkennt man auch, dass die Kinder Mia wirklich viel bedeuten und dass sie eine wichtige Rolle für sie spielt.

Dann ist da natürlich Iason. Er hat mit seinen strahlenden blauen Augen etwas geheimnisvolles an sich. Man lernt ihn zusammen mit Mia langsam immer besser kennen. Er steckt voller Überraschungen. In einem Moment ist er unnahbar, dann wieder romantisch. Seine Person und seine Geschichte zu entdecken macht wirklich sehr viel Spaß.

Neben den beiden Haupthcharakteren und den Kindern gibt es aber noch viele Nebencharaktere, die alle eine wichtige Rolle spielen. Sei es Lena, Mias quirlige beste Freundin, Bert, der „Aushilfepapa“ der nicht viel redet oder Greta, die männerhassende Schwester von Frank. Jeder von ihnen ist einzigartig und gibt der Geschichte etwas ganz persönliches. Ein ganz großes Plus also für die Charaktere!

Sehr gut gefallen hat mir auch die Liebesgeschichte zwischen Mia und Iason. Es ist nicht Liebe auf den ersten Blick und ein „wir werden glücklich bis ans Ende unserer Tage“, wie es in vielen anderen Büchern der Fall ist. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam und ihre Zukunf ist unklar. Da beide von unterschiedlichen Planeten kommen, müssen sie erst einmal mit den „Eigentschaften“ des anderen klar kommen. Mia muss sich an Iasons schimmernde Haut und seine Moralvorstellungen gewöhnen, Iason seinerseits mit Mias Gefühlen, die er zunächst gar nicht verstehen kann, nicht zuletzt, weil ihm das Gefühl Liebe fremd ist... Liebe gibt es auf Loduun nicht. Gespannt verfolgt man die Berg- und Talfahrt der Beziehung.

Die Idee, die hinter Iason und den anderen Loduunern steckt, ist ebenfalls sehr gut. Jeder Loduuner gehört einem Clan an und wird mit einem bestimmten Sinn geboren. Die Clanzugehörigkeit bestimmt den Charakter, der Sinn ist, wie das Wort schon sagt, der Sinn und die Aufgabe im Leben. Iason beispielsweise gehört zum Clan des Stolzes. Daher wundert es auch nicht, dass es öfters mal zu Reibereien zwischen Iason und Mia kommt, die ihrerseits auch manchmal sehr dickköpfig sein kann. Über den Sinn will ich weiter nichts verraten. Es im Buch zu erfahren ist weitaus spannender. Was ich erzählen kann ist, dass die Haut der Loduuner je nach Clanzugehörigkeit in einer bestimmten Farbe schimmert. Iasons beispielsweise ist blau.

Die Sache mit dem „Sinn“ des Lebens und was damit zusammenhängt, macht des öfteren Nachdenklich. Ebenso die Thematik der Klimaerwärmung und einer veränderten Welt. Oft werden die Fehler der damaligen, also unserer, Generation beschrieben. Darum mussten die Menschen zusammenrücken und Städte unter Kuppeln erbaut werden. Auch das Thema Freunschaft spielt eine wichtige Rolle und gezeigt werden hier nicht nur die guten, sondern auch die schlechten Seiten. Alles zusammen bildet einen sehr guten Ramen für eine noch bessere Geschichte.

Noch ein paar kurze Worte zum Aufbau. Sternenschimmer ist in 3 Teile gegliedert. Am Anfang kommt nicht viel Spannung auf, man erfährt nur bruchstückhaft über die Geschehnisse auf Loduun. Es wird trotzdem nie langweilig. Das Leben von Mia, den Kindern und Iason auf der Erde bietet viel Abwechslung und beschäftigt den Leser ganz gut. Erst nach der Hälfte wird es dann spannender. Die Bedrohung ist nämlich näher als man denkt... und dann kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen!

Was hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen?

Ich habe nur zwei ganz klitze kleine Dinge an Sternenschimmer zu bemängeln.

1. Mir persönlich gefällt der Name Loduun nicht besonders. Ich habe ihn in meinem Kof jedes mal anders betont und wusste dennoch nie genau, wie man es nun eigentlicht ausspricht. Vielleicht Lo-du-un?!


[Nachtrag:] Kim Winter war so nett, mir bei diesem kleinen Problem zu helfen. Sie hat es folgendermaßen erklärt: Loduun wird in einem Fluss ausgesprochen, wobei dem O eine leichte Betonung zukommt und die beides U's zusammengezogen werden (also wie ein langes U ausgesprochen werden).

2. Bei Sternenschimmer handelt es sich nicht um ein abgeschlossenes Buch. Es wird eine Fortsetzung geben. An sich ist das ja nicht sooooo schlimm, aber bis zum zweiten Teil dauert es noch bis Mitte 2012... arrgh! :D

Wie gesagt, das sind nur 2 ganz kleine Mankos, die mich nicht davon abhalten, Sterneschimmer 5 Pancakes zu geben.

Fazit


Ich denke, ich habe schon genug gesagt =) Mein Tipp: Lesen und begeistert sein!

Sternenschimmer bekommt 5 Pancakes!












Werde ich die Fortsetzung lesen?

Definitiv JA [x]  Sehr wahrscheinlich [ ]  Vielleicht [ ] Eher nicht [ ] Definitiv NEIN [ ]
Sternenschimmer
  • Band 1
Sternenschimmer
  • Band 2
Sternensturm
  • Band 3
??








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Kommentare:

  1. Ich liebe dieses Buch! ;)
    Und Dein Blog ist auch super. Hat mir schon bei so mancher Entscheidung geholfen.
    Ich schau immer wieder gern vorbei. :)

    LG,

    Jenny

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  2. Hallöchen :)
    Schöne Renzension ♥
    Wenn du magst, kann du ja mal auf meinem Blog vorbei schauen. :)

    Liebe Grüße
    Kathleen

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Hallöchen :)

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