30 Juni 2011

Rezension zu Göttlich verdammt



Göttlich verdammt - Josephine Angelini


Verlag: Dressler (Mai 2011)
Seiten: 494
Preis: 19,95€ (HC)
Originaltitel: Starcrossed
Band 1 von 3
Wertung: ♥♥♥,5
Leseprobe
Will ich haben


Inhaltsangabe

Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben Der ultimative Roman für alle "Biss"- und "Panem"-Fans - mit dem hinreißenden Sehnsuchtspaar: Helen und Lucas



Was hat mir an diesem Buch nicht so gut gefallen?

Zu aller erst war da Helen, die mir am Anfang nicht wirklich sympathisch war. Sie redet davon, dass sie irgendwann die langweilige Insel verlassen will, um aufs College zu gehen. Wirklich dafür arbeiten tut sie aber nicht. Sie macht immer nur das Nötigste, weil sie nicht mit ihrer besten Freundin Claire um die Noten konkurrieren will. Helens neuer Plan ist es, sich ein Sport-Stipendium zu verdienen. Dazu müsste sie nur ihrer Kraft freien Lauf lassen und gute Zeiten beim Laufen abliefern. Aber tut sie das auch? Nein. Ich  dachte mir am Anfang: Also entweder hat dieses Mädel null Ehrgeiz, oder aber sie will gar nicht weg. Im Laufe der Geschichte wurde sie mir dann aber doch sympathischer und am Ende hatte ich sie richtig gern ;)

Was mir aber am allerwenigsten gefallen hat,  war das riesengroße Fragezeichen, das bis zur Hälfte des Buches auf meiner Stirn prangte. Ich verstand zunächst nichts. Dass Helen irgendwie anders ist als alle anderen, das war schnell klar. Das weiß Helen ja auch selbst. Warum das aber so ist, das weiß weder sie, noch ich als Leser. Es tauchen immer neue Rätsel auf, die so schnell nicht gelöst werden. 

Dann die Beziehung zwischen Helen und Lucas.

Als Helen das erste Mal Lucas begegnet, will sie ihn umbringen. Jedes Mal, wenn sie ihm begegnet, will sie ihn umbringen. Sie hasst ihn von der ersten Minute an. Ich fand das ziemlich komisch und überhaupt nicht nachvollziehbar. Helen verwandelt sich daraufhin kurzzeitig in eine Zicke, was sowohl ihre Freunde spüren, als auch der Leser.

Dann, mit einem Schlag (im wahrsten Sinne des Wortes), verlieben sich die beiden ineinander und halten dauernd Händchen. Den anderen nicht zu berühren fühlt sich falsch an. Das fand ich genauso wenig nachvollziehbar wie der anfängliche Hass. Mehr als Händchenhalten ist dann aber auch nicht, was ich noch weniger nachvollziehen konnte. Dann will Lucas Helen gar nicht mehr anfassen… Diese Beziehung ist eine Berg-und Talfahrt, so viel kann ich euch sagen! Am Ende versteht man natürlich, warum das alles so abläuft, es wirkt zu Beginn aber wirklich seltsam.

Es dauert lange bis man versteht, warum sich Helen so verhält wie sie es tut und warum Lukas so ist wie er ist. Als diese Rätsel dann endlich gelöst sind, dauert es aber wieder etwas, bis man versteht, was denn nun die eigentliche Bedrohung ist. Es kann ja nicht nur darum gehen, dass Helen entdeckt wer sie ist. Als dann die ersten Probleme auftreten wird es allerdings wirklich spannend…

Was hat mir an dem Buch gefallen?

Ich finde die Idee, die griechische Mythologie wieder auferstehen zu lassen, wirklich gut. Leider kenne ich mich nicht wirklich damit aus, deswegen kann ich auch nicht sagen, was sozusagen „wahr“ ist und was sich Josephine Angelini zusätzlich ausgedacht hat. Die Verstrickungen und Mythen fand ich dennoch sehr spannend, vor allem als klar wird, dass Lucas‘ Geschichte eng mit Helens zusammenhängt. 

Ist die Story erst einmal ins Rollen gekommen, kann sie so schnell nichts mehr aufhalten. Es gibt viele neue Fragen, viele neue Antworten, aber noch mehr Fragen, die den Leser an das Buch fesseln und erst dann wieder loslassen, wenn alles vorbei ist. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende aufrechterhalten und macht dem Leser Lust auf mehr.

Auch die verschiedenen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Claire, der „laufende Meter“. Sie ist frech und verbreitet gute Laune. Außerdem ist sie Helen gegenüber sehr loyal und nimmt sie so, wie sie ist. Das fand ich wirklich rührend.

Das Haus der Familie Delos gleicht einem Bienennest. Es ist immer etwas los und jeder kümmert sich um den anderen. Auch wenn die Jungs gelegentlich zu testosterongeladen sind und sich gegenseitig verprügeln. Ich denke aber, das gehört bei Brüdern und Cousins irgendwie dazu. All das macht diese Familie sehr sympathisch.

Als letztes will ich noch etwas zum Schreibstil sagen. Er ist angenehm leicht und das Buch lässt sich flüssig lesen. Bei der Perspektive handelt es sich um die sogenannte Personale Erzählsituation. 

Dieser Stil hat mir gut gefallen. Man wird dadurch nicht so sehr von den Emotionen der Protagonistin überrollt. Man hat immer noch die Möglichkeit eigene Gefühle zu entwickeln. Dadurch wird man sozusagen „aktiver“ Teil der Geschichte als Beobachter.

Leider kann ich an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen, was mir an dem Buch gefallen hat. Versteht mich nicht falsch, ich finde das Buch wirklich toll und die Story gut, aber die anfängliche Verwirrung ist mir doch am längsten im Gedächtnis geblieben.


Fazit

Göttlich verdammt hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, war aber trotzdem gut.

Es  bietet eine wirklich spannende Story, wenn man dazu bereit ist, am Anfang erst einmal etwas planlos dazustehen. Wer auf komplizierte Romanzen zwischen zwei Teenagern, die alles andere als normal sind, steht, der sollte Göttlich verdammt nicht verpassen.

Insgesamt bekommen Helen und Lucas 3,5 Pancakes von mir. Ich würde dem Buch ja wirklich gerne 4 Pancakes geben, aber dazu war die erste Hälfte des Buches einfach zu verwirrend und nicht spannend genug. Der Rest hätte sich wirklich 4 verdient.



Kommentare:

  1. will ich auch noch lesen ^^
    ich hab inzwischen hunderte rezi gelesen, ich werde es trotzdem irgendwann noch lesen xD

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  2. Ich habe das Buch gerne gehabt. Doch Helen hat eine echte Anti-Helengruppe im Rücken. Viele Hassen sie , da frage ich mich: kann man auf einen Buchcharakter eifersüchtig sein? Natürlich hat Sie Macken aber Sie ist auch ziemlich cool. Manchmal denke ich auch das Josephine Angelini sich in Helen sieht, da sie einander vom Aussehen ähneln. Viele Grüße Annik von bookmoiselles.blogspot.de

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Hallöchen :)

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